Beleuchtung

Licht und Blendschutz für den Computerarbeitsplatz

Nicht nur die richtige Wahl des Monitors ist entscheidend, wenn man seinen Arbeitsplatz augenschonend gestalten möchte. Auch der Arbeitsplatz an sich sollte unter die Lupe genommen werden. Hierbei sind besonders die Lichtverhältnisse zu beachten. Denn zusätzliche Lichtquellen können störend wirken, ein zu wenig an Licht überlastet die Augen allerdings auch. Daher sollte großen Wert auf eine gute Raumbeleuchtung gelegt werden. Nachfolgend gehe ich auf einige Punkte ein, die dir die tägliche Bildschirmarbeit erleichtern werden.

6 Empfehlungen für optimale Lichtbedingungen am Bildschirmarbeitsplatz

Inhalt:

  1. Raumausleuchtung
  2. Tischleuchten
  3. Hochwertige Leuchtmittel
  4. Standort des Bildschirms
  5. Bildschirmblenden
  6. Blickschutzfolie
  7. Plissees

1. Raumausleuchtung

Natürliches Tageslicht ist für die Augen immer das angenehmste Licht. Reicht die Helligkeit aber nicht aus, sollte unbedingt mit künstlichem Licht nachgeholfen werden, damit eine Mindesthelligkeit von 500 Lux erreicht werden kann. Am Besten ist eine gleichmäßige Beleuchtung des Arbeitsplatzes mit mehreren Lampen und in einem angenehmen Lichtspektrum.

Deckenleuchten und Tischlampen können sich im Monitor spiegeln und die Augen überlasten. Daher sind hier immer Lampen mit blendfreier, diffuser Beleuchtung zu bevorzugen.

Möbel und andere Einrichtungsgegenstände werden bei dem Thema Raumbeleuchtung oft vergessen. Doch auch glatte Oberflächen und Spiegel können Licht reflektieren und die Sicht stören. Auch wirken dunkle Flächen und starke Schatten einer gleichmäßigen Raumausleuchtung entgegen. Darum wählt man für die Möblierung des Arbeitsplatzes idealerweise helle und matte Farben.

2. Tischleuchten

Ganz besonders wichtig ist auch hier die Wahl einer blendfreien Lampe. Die beste Entscheidung triffst du mit einer Tischlampe, die ihr Licht nur nach unten und oben abstrahlt. Somit wird die Arbeitsfläche gut beleuchtet und gleichzeitig ein angenehmes Umgebungslicht geschaffen.

3. Hochwertige Leuchtmittel

Wer günstige LED kauft, spart an der falschen Stelle. Deine Augen werden es dir danken, wenn du hier auf hochwertige Produkte achtest. Die richtige Wahl triffst du mit Leuchtmittel, die folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Reduziertes Lichtflimmern
  • Gute Farbwiedergabe
  • Naturnahes Lichtspektrum
  • Geringe Elektrosmogbelastung

Das Unternehmen BioLicht GbR hat eine Produktserie nach dem Vorbild des Sonnenlichts entwickelt, das ein gleichmäßiges, fast flimmerfreies Licht produziert. Hierfür wurden sie mit dem Zertifikat „wohnmedizinisch empfohlen“ der Gesellschaft für Wohnmedizin, Bauhygiene und Innenraumtoxikologie e.V. ausgezeichnet.
Mehr Informationen dazu erhältst du auf bio-licht.org.

4. Standort des Bildschirms

Die optimale Position des Bildschirms lässt sich aufgrund zweierlei Faktoren wählen: Zum einen in Bezug auf die Entfernung zu den Augen und zum anderen gemäß den Lichtverhältnissen.

Da das Tageslicht in der Regel die dominante Lichtquelle am Arbeitsplatz ist, liegt es nahe, den Monitor hinsichtlich des Fensters ausrichten. Dieser sollte daher möglichst im rechten Winkel zu einem Fenster stehen, um Spiegelungen zu vermeiden.
Lässt es sich aber nicht umgehen, den Monitor parallel zum Fenster zu positionieren, sollten die Fenster unbedingt verdunkelt werden. Denn das Sonnenlicht blendet sonst die Augen oder es spiegelt sich im Display.

Hast du kein Fenster in unmittelbarer Nähe und somit auch keine Möglichkeit, das Auge auch mal in weitere Entfernungen schweifen zu lassen? Dann solltest du auf jeden Fall deinen Schreibtisch von der Wand entfernen. So bekommt der Raum mehr Tiefe hinter dem Bildschirm.

5. Bildschirmblenden

Egal wie der Bildschirm zum Fenster positioniert ist, zu bestimmten Tageszeiten kann es immer wieder mal zu einer seitlich einfallenden Beleuchtung kommen und Spiegelungen auf dem Display verursachen. Aber ganz besonders bei der Arbeit im Freien benötigt man dringend einen zusätzlichen Schutz. Hier helfen Bildschirmblenden (engl. Monitor Hood).

6. Blickschutzfolie

Hat dein Monitor keine matte Oberflächenbeschichtung, hast du höchstwahrscheinlich bei dem geringsten Lichteinfall Spiegelungen auf dem Display. Bei einer glänzenden Oberfläche kann man sich durch eine Blickschutzfolie Abhilfe verschaffen. Um die beste Wirkung zu entfalten, sollte diese aber von einem Fachmann angebracht werden.

7. Plissees

Wenn man schon den ganzen Tag in Räumen verbringen muss, freut man sich um so mehr über jedes bisschen Tageslicht und die Möglichkeit, durch das Fenster auch mal in die Ferne blicken zu können. Um so ärgerlicher ist es, wenn man aufgrund von Spiegelungen auf dem Monitor die Fenster auch noch abdunkeln muss. Um nicht den ganzen Tag auf Sonnenlicht verzichten zu müssen, kann man schnell und einfach Plissees an die Fenster klemmen. Im Gegensatz zu Vorhängen oder Rollos bedecken sie nicht das gesamte Fenster, sondern werden nur an die entscheidenden Bereiche geschoben und bieten für das restliche Fenster weiterhin freie Sicht. Plissees gibt es auch in verschiedenen Transparenzgraden, so dass sie zwar vor dem direkten Sonnenlicht schützen können, dieses aber nicht vollständig abschirmen müssen.

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