Monitoreinstellung

Die ideale Monitoreinstellung

Die Standarteinstellungen von Monitoren bieten in der Regel nicht die idealen Voraussetzungen für einen augenfreundlichen Arbeitsplatz. Es ist aber möglich einige Optionen benutzerdefiniert einzustellen. Ein optimales Farbergebnis und gut lesbare Texte können zum Beispiel mit der Kalibrierung von Helligkeit, Kontrast, Farbtemperatur und des Gamma-Werts erreicht werden.

Um die individuellen Einstellungen vorzunehmen, solltest du zu aller erst alle Bildoptimierungs- und Stromspar-Funktionen deaktivieren, indem du den Monitor in den Werkszustand zurücksetzt. Genauso sollten die Einstellungen des Grafikartentreibers auf seine Standardeinstellungen zurückgesetzt werden.

Verwende in den Monitoreinstellungen den benutzerdefinierten Modus, um auf alle Einstellungsmöglichkeiten zugreifen zu können.

Vermeide während der Kalibrierung unbedingt direktes Licht auf dem Monitor und stelle die üblichen Arbeitsplatzbedingungen her, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen.

Windows besitzt die Kalibrierhilfe DCCW. Damit wird man ganz einfach durch die Bildschirmeinstellung geführt. Du kannst auf diese Hilfe über das Suchfenster zugreifen.
Auch MacOS X stellt ein Kalibrierungstool bereit.

10 Tipps für augenschonende Monitoreinstellungen

Inhalt:

  1. Helligkeit und Kontrast
  2. Farbtemperatur
  3. Blaulichtfilter
  4. Farbdarstellung
  5. Gamma-Wert
  6. Schärfe
  7. Pausenerinnerung
  8. Benutzerdefinitiertes Profil
  9. Monitorposition
  10. Schriftgröße

1. Helligkeit und Kontrast

Die für dich ideale Helligkeit stellst du am Besten mit einem Testbild ein. Auf der Seite simpelfilter.de findest du ein Bild mit Ziffern von 1 bis 6. Stelle den Kontrast so ein, dass du alle Ziffern gut erkennen kannst. Dabei sollte der schwarze Hintergrund seine Farbe behalten.

2. Farbtemperatur

Die Farbe wird anhand der Farbtemperatur reguliert. Diese wird in Kelvin gemessen.

6500K entspricht dabei etwa dem Weiß des Tageslichts und wird als ideale Einstellung empfohlen. Es hat jedoch auch einen relativ hohen Blauanteil. 3000K ist die Farbtemperatur einer Glühlampe und enthält wiederum mehr Rotanteile.

Für längere Bildschirmarbeit empfiehlt es sich, die Farbtemperatur so zu reduzieren, dass ein guter Kompromiss zwischen Helligkeit und Blauanteil gefunden wird.
Aber Achtung: Um bei Grafikarbeiten ein gutes Resultat zu erzielen, solltest du die Werte besser wieder auf die des Tageslichts setzen!

3. Blaulichtfilter

Bei augenfreundlichen Monitoren finden wir mittlerweile schon benutzerfreundliche Blue-Light-Modi. Dabei wird je nach Hersteller das blaue Licht blockiert oder durch Änderung der Farbtemperatur reduziert. Man kann je nach Bedarf aus verschiedenen Modi wählen wie zum Beispiel dem Lese-, Office-, Websurfing- oder Multimedia-Modus.

Auch bei Apple und Windows 10 finden wir einen Blaulichtfilter. Der sogenannte Nacht-Modus in den Farb-Einstellungen verringert die blauen Lichtanteile und schaltet sich je nach Einstellung auch automatisch ein und aus.

4. Farbdarstellung

Wähle hier immer 24 Bit (True Color) oder noch besser 32 Bit.

5. Gamma-Wert

Der Gamma-Wert (oder auch Gamma-Korrektur) reguliert die Helligkeit der Zwischenstufen zwischen ‚ganz hell‘ und ‚ganz dunkel‘. Hiermit wird also die Darstellung von Schatten und Farben gesteuert. Idealerweise sollte der Gamma-Wert bei 2,2 liegen.

6. Schärfe

Bei einigen Monitoren lässt sich eine Schärfekorrektur vornehmen. Mit Hilfe dieses Testbildes findest du die ideale Einstellung.

Bei Windows lässt sich mit „ClearType“ bei den visuellen Effekten oder beim Kalibrierungs-Tool DCCW mit dem „ClearType-Tuner“ eine Verbesserung der Lesbarkeit erreichen.

7. Pausenerinnerung

Sollte dein Monitor die Funktion der Pausenerinnerung beinhalten, kannst du sogar auf zusätzliche Software hierfür verzichten. Die Pausenerinnerung erscheint in der Regel nach jeder vollen Stunde als kurze Einblendung auf dem Display und unterstützt dich dabei effektiv, an deine Augengesundheit zu denken.

8. Benutzerdefinitiertes Profil

Idealer Weise bietet dein Monitor die Möglichkeit ein benutzerdefiniertes Profil zu erstellen. Damit kannst du dann ganz einfach deine geänderten Einstellungen speichern und bei Bedarf immer wieder abrufen. Am Besten erstellst du mehrere Profile für verschiedene Arbeitsbedingungen und Tageszeiten.

9. Monitorposition

Neben den Monitoreinstellungen im Menü kann man den Monitor auch auf dem Schreibtisch so positionieren, dass die Augen bestmöglich entlastet werden. Der obere Monitorrand sollte dabei auf einer Höhe knapp unterhalb der Augen sein, so dass man bei geradem Blick über diesen hinausschauen kann. Eine Blickneigung von etwa 25 bis 30 Grad ist optimal.

Die richtige Entfernung zwischen Auge und Monitor hängt von der Größe des Bildschirms ab. 12 bis 15 Zoll Bildschirme sollten einen Abstand von 50 cm haben, bei 19 Zoll sollten es schon 70 cm sein. Bei größeren Bildschirmen ist ein Mindestabstand von 90 cm zu empfehlen. Denn die Augenanstrengung wird bei größeren Abständen reduziert, aber nur wenn die Schrift groß genug ist!

10. Schriftgröße

Eine Verallgemeinerung für die perfekte Schriftgröße wäre falsch. Älteren Menschen fällt es schwerer Kleingedrucktes zu lesen als jüngeren und der Sehabstand spielt auch eine große Rolle.

Es gibt Möglichkeiten, die Größe von Webseiten und Texten ganz individuell einzustellen.

Größe der Ansicht ändern

In der Menüschaltfläche des Webbrowsers kann man unter „Zoom“ die Größe der angezeigten Webseite vergrößern (+) oder verkleinern (-). Schneller geht es mit der Tastenkombination Strg und den Tasten + oder -. Mit Strg und 0 setzt du den Zoomfaktor auf 100 % zurück.

Nur die Schriftgröße ändern

In der Menüschaltfläche des Webbrowsers unter „Einstellungen“ und weiter auf „Darstellung“ (Chrome) oder „Sprache und Erscheinungsbild“ (Mozilla Firefox) gehen. Hier kann man die Schriftgröße anpassen.

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