Augenschonende Monitore

Der augenschonende Monitor

Hast du vor, dir einen neuen Monitor zu kaufen? Oder möchtest du dich aufgrund von Problemen mit den Augen über Möglichkeiten informieren? Welche Monitore sind wirklich augenschonend? Nachfolgend erfährst du die neun wichtigsten Punkte, auf die du bei einem Kauf achten solltest.

In den folgenden zwei Beiträgen findest du einen Vergleich der besten augenschonenden Monitore nach Bildschirmdiagonale sortiert und meine Empfehlung für die jeweils verschiedenen Verwendungszwecke.
Außerdem stelle ich dir bald die ersten innovativen E-Ink Paperlike Monitore vor. Da werden deine Augen Augen machen!

9 Punkte, auf die du bei einem Monitor-Kauf achten solltest

Inhalt:

  1. Flicker Free – Technologie
  2. Blaulichtfilter
  3. TCO-Gütesiegel
  4. Bildschirmauflösung
  5. ein mattes Display
  6. das Kontrastverhältnis
  7. Brightness Intelligence-Technologie
  8. Verstellbarkeit
  9. der Betrachtungswinkel

1. Flicker Free – Technology

Normalerweise laufen Monitore mit Wechselstrom. Hierbei erzeugen die Dioden der Hintergrundbeleuchtung beim Ändern der Stromrichtung ein kaum wahrnehmbares Flickern.

Zudem verwenden viele Hersteller die günstige Möglichkeit der Pulsweitenmodulation PWM (engl. Pulse Width Modulation) um die Helligkeit zu regulieren,. Hierbei wird das Signal für die Hintergrundbeleuchtung in bestimmten Intervallen an- und ausgeschaltet. Da dieses Flickern zu schnell ist, um von unserem Gehirn bewusst wahrgenommen zu werden, erscheint es uns, als wäre der Monitor gedimmt. Bei einer Helligkeitseinstellung von 100% sollte die PWM eigentlich nicht zum Einsatz kommen. Leider ist das Bildschirmlicht meist zu hell, als dass man die maximale Helligkeit verwenden könnte.

Trotz dem wir das Flickern in der Regel nicht bewusst wahrnehmen, kann es Epilepsie, Augen- und Kopfschmerzen verursachen und Übelkeit auslösen. Denn die Pupille muss sich auf die geänderte Helligkeit permanent neu einstellen. Dabei erzeugt eine PWM in einer hohen Frequenz weniger Probleme, als in einer niedrigen. Sensible Personen können jedoch noch ein Flickern in einer Frequenz von 500 Hz wahrnehmen. Bis zu einer Frequenz von 2.500 Hz können noch Stroboskopeffekte auftreten.

Im Internet finden sich einige Möglichkeiten den eigenen Monitor auf PWM zu testen. Zum Beispiel diese hier auf testufo.com.

Direct Current (DC) – Technology
Alternativ zu der üblichen Technologie gibt es die Möglichkeit die Hintergrundbeleuchtung mit spannungskonstantem Gleichstrom (engl. Direct Current) zu betreiben. Hierbei wird Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt, bei dem kein Flickern entsteht. AOC und iiyama verwenden beispielsweise diese Technologie.

Auf der Seite notebook.com wurden einige Monitore auf PWM getestet. Die Ergebnisse findest du im PWM-Ranking.

2. Blaulichtfilter

Für die Hintergrundbeleuchtung von Monitoren werden Dioden verwendet, die ein Licht in verschiedenen Farbspektren ausstrahlen. Dabei ist das blaue Licht das Licht mit der höchsten Energie. Es liegt im Wellenlängenbereich zwischen 380 und 500 Nanometern und befindet sich nahe dem UV-Licht. Für die Augen ist dieses Licht aufgrund der hohen Energiedichte sehr belastend und sogar schädigend.
Um sich vor zu viel blauem Licht zu schützen, kann man einen Blaulichtfilter (engl. Blue-Light-Filter) verwenden. Bei augenfreundlichen Monitoren kann man den Blaulichtfilter in verschieden Modi je nach seinen Bedürfnissen einstellen.

3. TCO-Gütesiegel

Das TCO-Gütesiegel wird vom Dachverband der schwedischen Angestellten- und Beamtengewerkschaft, der Tjänstemännens Centralorganisation (TCO), vergeben. Es ist die weltweit umfassendste Nachhaltigkeitszertifizierung für IT-Produkte. Die strengen TCO-Prüfsiegel gehen weit über Branchenstandards und gesetzliche Vorgaben hinaus.
Die Kriterien beziehen sich auf die soziale und ökologische Nachhaltigkeit bei der Herstellung, der Nutzung und der Entsorgung.

Das neueste Gütesiegel ist TCO ’06. Es garantiert unter anderem folgende Eigenschaften:

Ergonomie

  • Gute Qualität auch bei der Wiedergabe von bewegten Bildern durch kurze Bildaufbauzeit, eine gute Schwarzskala und höhere Anforderungen an die Graustufen.
  • Hohe sichtergonomische Anforderungen an das Schirmbild, die eine hohe Bildqualität und Farbwiedergabe garantieren.

Emission

  • erhebliche Reduzierung magnetischer und elektrischer Felder

Energie

  • niedriger Energieverbrauch im Standby-Modus

Umwelt

  • Der Bildschirm ist für das Recycling vorbereitet, was die Materialwiedergewinnung erleichtert.
  • Hersteller muss nach ISO 14001 oder EMAS zertifiziert sein
  • Reduzierte Emission von bromierten und chlorierten Flammschutzmitteln und Schwermetallen in die Natur (erfüllt auch die RoHS-Richtlinie vom 1. Juli 2006).

Mehr Informationen dazu findest du auf der offiziellen TCO Certified Homepage.

4. Bildschirmauflösung

Die Bildschirmauflösung gibt die Größe und Anzahl an Pixeln an, die auf dem Bildschirm angezeigt werden. Sie ist ein wichtiger Faktor für eine gute Grafik. Die Bildschirmauflösung steht immer im Zusammenhang mit der Bildschirmgröße und dem Format.

Ein großer Bildschirm sollte auch eine hohe Auflösung aufweisen, dagegen erhält man auf einem kleinen Bildschirm auch bei einer niedrigeren Auflösung noch ein gutes Bild.

Für Monitore bis 27 Zoll ist Full HD mit 1920 x 1080 Pixeln ausreichend. Für größere Monitore empfiehlt sich die neue 4K-Auflösung (Ultra High Definition) mit 4096 x 2160 Pixeln.

Hinweis: Für eine hohe Auflösung bedarf es auch einer leistungsstarken Grafikkarte.

5. ein mattes Display

Einen ganz entscheidenden Einfluss auf die gute Lesbarkeit und das augenschonende Sehvergnügen hat die Oberfläche des Displays. Glatte Oberflächen bieten zwar eine starke Farbbrillanz, jedoch wird der schwächste Lichtstrahl reflektiert und das Auge muss sich stärker anstrengen. Besonders bei der Arbeit im Freien kann einem das reflektierte Sonnenlicht das schönste Wetter vermiesen.

Daher sollte dein Monitor ein mattes Display mitbringen. Dies wird durch eine Oberflächenbeschichtung erreicht, die rau ist und dadurch die eintreffenden Lichtstrahlen in viele Richtungen streuen. So werden Spiegelungen und Glanz-Effekte gewaltig reduziert.

Ein weiterer Vorteil ist, dass der matte Bildschirm auch weniger anfällig für Fingerabdrücke ist. Das fällt bei einem Touch Screen ganz besonders ins Gewicht.

Die Entspiegelung von Monitoren wird übrigens durch das Gütesiegel „Geprüfte Sicherheit“ GS geprüft und nach Norm DIN EN ISO 9241-307 gemessen.

Doch auch die Gehäusematerialien sollten möglichst matt sein. Denn glänzende Ränder können bei der Bildschirmarbeit störend wirken. Auch sind helle Farben dunklen vorzuziehen.

6. das Kontrastverhältnis

Ein gutes Kontrastverhältnis ist wichtig für gut lesbare Texte und satte Farben. Je größer das Kontrastverhältnis zwischen der maximalen Helligkeit und der maximalen Dunkelheit, desto vielfältiger sind die Farben und sichtbarer die Texte.

Entscheidend für den Kontrast und die Bildqualität ist das verwendete Panel. Wer großen Wert auf ein gutes Kontrastverhältnis legt, sollte sich für ein IPS-Panel entscheiden. Denn diese bieten gute Kontrastwerte und das auch bei verschiedenen Blickwinkeln. Die Nachteile liegen allerdings im höheren Stromverbrauch und einer geringeren Reaktionszeit als zum Beispiel bei TN-Panels.

Je höher also das Kontrastverhältnis, desto besser. Aber Vorsicht! Maßgebend ist das tatsächlich gemessene, statische Kontrastverhältnis.
Das damit nicht vergleichbare dynamische Kontrastverhältnis erreicht höhere Werte und wird daher von den Herstellern gerne werbewirksam hervorgehoben, ist jedoch nur zweitrangig in seiner Bedeutung.

7. Brightness Intelligence-Technologie

Derzeit noch einmalig bei BenQ, einem Vorreiter für augenfreundliche Monitore. Die Brightness Intelligence-Technologie reguliert Helligkeit und Farbtemperatur des Displays automatisch und passt es an das Umgebungslicht an.

8. Verstellbarkeit

Der Bildschirm sollte ohne großen Aufwand und Krafteinsatz verstellbar sein.

Idealerweise ist er drehbar, höhenverstellbar und neigbar. So kann er sowohl an die individuelle Körpergröße als auch an die Umgebungsbedingungen angepasst werden.

Bildschirme mit einer Drehbarkeit um 90 Grad (Pivotfunktion) sind zwar praktisch für die Textbearbeitung, es sollte dabei aber immer die ergonomisch passende Monitorposition beachtet werden.

9. der Betrachtungswinkel

Der Betrachtungswinkel spielt für die Darstellung von Farbe und Kontrast eine sehr wichtige Rolle. Idealer Weise sollte es zu keiner Farbverfälschung kommen, wenn du deinen Blickwinkel veränderst.

Ein gute seitliche Einsicht ist ganz besonders dann wichtig, wenn man mit anderen Personen gleichzeitig auf den selben Bildschirm schaut. Wenn du in deinem Job also in einem Team arbeitest, kaufe ein Gerät mit einer guten Sehrichtungsklasse. Auch wenn du einen Zweitmonitor an deinem Arbeitsplatz benutzt, ist ein weiter Betrachtungswinkel von Vorteil. Mit PVA und ISP Panels erreicht man derzeit die besten Resultate mit horizontalen/vertikalen Blickwinkel von 178° bei einem Kontrastverhältnis von 10:1.

E-Ink Monitore

Ebook-Reader sind eine großartige und beliebte Alternative zu herkömmlichen Büchern. Darüber hinaus kann man aber auch Webseiten als PDF-Dokument speichern und diese ebenfalls augenschonend auf dem Reader lesen.

Doch das war erst der Anfang. Die vielversprechende Technologie der papierähnlichen Bildschirme entwickelt sich stetig weiter. Inzwischen gibt es die ersten innovativen E-Ink Monitore und Smartphones zu kaufen.

Die Vorteile dieser Produkte sind überzeugend:

  • kein Flimmern oder Flickern
  • kein Blenden durch Umgebungslicht
  • keine Hintegrundbeleuchtung
  • minimaler Stromverbrauch
  • leichtes und dünnes Design

Noch dazu ist die Technik der E-Ink Monitore mittlerweile so weit entwickelt, dass man damit nicht nur Texte lesen und bearbeiten, sondern auch im Internet surfen und sogar Filme anschauen kann.

Aktuell werden papierähnliche Monitore von Dasung und Onyx Boox hergestelllt. In Kürze werde ich dir den neuesten Dasung Paperlike Pro-FT vorstellen, einen 13.3″ E-ink Monitor mit Front-light und Touchscreen. Ich bin durch und durch begeistert von diesem Bildschirm.

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Die besten augenschonenden Monitore im Vergleich

Monitore für verschiedene Anwendungsbereiche

Monitor-Test AOC 22B1HS

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